Sechste Woche vom 07.08.06 - 13.08.06
Ja, das war dieses mal gar nicht so einfach, nicht wahr?
Auf dem Bild aus der letzten Woche sieht man, wie sich die Führungsspur für Blinde durch den Gehweg zieht. Das sind die Platten mit den acht länglich verlaufenden Markierungen. Nur, bitte schön, was macht ein Kasten für Stromanschluss mitten darauf???
Auch Autos, Zweiräder und sonstige Fortbewegungsmittel werden auf dem Blindenweg abgestellt. Nur ausländische Fahrzeuge dürfen nicht darauf parken, die werden knallhart mit einem Strafzettel versehen. Wo ist denn hier die Logik? Und wo entlang bewegen sich die Sehbehinderten?
Diese Wochenende haben wir mal den Strand von LYG-Xugou besucht.
Vorher führte unsere Fahrt am Yachthafen von Xugou vorbei.
Da hier Flagge zeigen angesagt war, habe ich gleich mal mein "25 Jahre VfR-Rayerschied" T-Shirt angezogen....
Eine hübsche kleine Bucht mit einer tollen Aussicht von der Straße her.
Und mit einer eigenen Freiluft Werft, wo die Yachten wieder in Schuss gebracht werden.
Danach führte der Weg über eine ellen-lange Brücke über das Meer. Seitlich der Brücke - Richtung Xugou - werden wohl Dämme gebaut, um dort das Meer zurück zu drängen, damit hier später ein Wohngebiet errichtet werden kann. Ich kann mir schon vorstellen, daß von dort auf Xugou ein herrliches Panorama geboten werden kann. Wahrscheinlich wollen sie das Gebiet vor Wintereinbruch noch trocken legen, weil die LKW's und Bagger auch sonntags im Einsatz sind und Ihre Wacken verlegen.
Nach einem Kliometer Fussweg und unzähligen Treppenstufen sind wir auch schon am Strand angekommen:
Eine kleine,
idyllische
und übersichtliche Bucht im Gelben Meer.
Ich weiß nicht, woher das Gelbe Meer seinen Namen hat, aber wir waren an einer Stelle, da wäre wohl Braunes Meer eher angebracht gewesen. Wie auch immer, wir haben uns im Wasser mit Ballspielen die Zeit vertrieben. Da hatte ich wieder alle Gaffer auf meiner Seite. 1:0 für mich! Klar, bis sie jeden Zantimeter von mir gemustert hatten, ist auch einige Zeit vergangen. Egal, wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß und spielten so lange, bis uns die Baywatch nach draussen gepfiffen hat. Wegen der Flut sollten wir uns wohl eher in Strandnähe aufhalten, oder in dem abgesperrten Nichtschwimmerbecken, das von mindestens 6 Wächtern gesichert wurde. Zwei davon lagen gemütlich auf ihren Inseln im Wasser, der Rest ist am Strand mit seinen Trillerpfeifen rumgeschwirrt.
Wenn man wollte, konnte man sich für Geld mit einem Jet-Ski plus Fahrer aufs weite Meer hinaus wagen. Selber fahren darf man natürlich nicht, weil da soviele Leute im Wasser sind. Da muss mann wohl schon eine Ausbildung haben, um so ca. einen halben Meter an den Schwimmern mit dem Jet-Ski vorbeifliegen zu können, wie es die Fahrer teilweise vorgeführt haben. Die sind da stellenweise so unverantwortlich gefahren, dass ich dachte, die schießen einem Taucher noch die Badekappe ab, wenn der auftaucht. Aber - warum soll es auf dem Wasser anders zugehen als im normalen Strassenverkehr?!?
Nach so 2-3 Stunden am Strand, kriegt man natürlich Hunger. Also sind wir mal zu einer "Futter-Meile" gefahren - na das war ja was für mich....
Eine Halle - ja, ich schätze mal so 200 m lang - links und rechts mit kleineren Restaurantzimmern und aussenliegende Küchenstand.
Hier darf man das arme Tier persönlich aussuchen, das man anschließend verspeisen will. Da hat man doch gleich mal einen ganz anderen Bezug zum Essen als sonst. Also, was nehme ich? Schildkröte beim entspannen, oder
doch lieber Krabben, Tintenfisch oder Aal?
Egal, es wird auf jeden Fall rrrrrröstfrisch zubereitet:
Natürlich habe ich mich für keines dieser Tierchen entschieden. Und meine Kameraden hatten Einsicht mit mir, sodaß wir letztendlich wieder in unserem Stammlokal gelandet sind.
So, leider habe ich für diese Woche kein Rätsel für euch, weil ich mittlerweile schon vieles als "normal" empfinde.
Ich hoffe, ich habe für den nächsten Bericht wieder etwas kurioses oder spektakuläres parat für euch. Etwas was es nur gibt
- in dem Luftlinie ca. 8.500 km enfernten China....
Fortsetzung folgt ....